Sonnenschein!

Weil die letzten Einträge allem Anschein nach bei meinen treuen Lesern einen leicht negativen Eindruck erwecken könnten, habe ich mir überlegt, dass ich hier jetzt mal Sonnenschein rein lasse. Ich bin heute nämlich zu Hause, weil ich körperlich nicht so fit bin und versuche, diese Zeit zu nutzen, um euch mal ein bisschen zu erzählen.

Blick vom Restaurant aus.

Achtung! Dieser Artikel wird konzeptlos, eine Art innerer Monolog, also bitte ich euch, die Erwartungen ein wenig zurück zu schrauben 😉
Ich stoppe die Zeit, die Nudeln stehen auf dem Gasdings…uuuunnddd…. Los geht’s!

Ich freue mich! Leute, ich freue mich gigantisch auf alles, was kommt, besonders hinsichtlich meines atemberaubenden Projektplatzes. Da wird mir nämlich so ziemlich freie Hand gelassen, solange es sich um Kunst und Kultur dreht. Meine Vorgängerin Carina hat schon so einiges angestoßen, was es zunächst weiterzuführen gilt:

Da ist zum einen die Bibliothek, die erweitert und gepflegt werden will. Sie steht zwar zur Benutzung bereit, ist nur leider verschlossen und bleibt es auch, solange sich keiner da rein setzt. Als ich neulich drin war, um das Material abzuchecken, kamen wie von selbst junge Leute, die sich zum Lesen hineinsetzten!

Memo 1: Möglichkeiten bieten!

Da ist außerdem der Kurzfilm, den sie über das Leben in Kigali drehen möchte. Ihre Idee war es, einen schönen Kurz-/Kunstfilm zu machen, der dann in Schulen und auf Filmfestivals in Ruanda wie in Deutschland gezeigt werden soll. Das Konzept ist interessant, das Team steht schon, Dreharbeiten haben begonnen – jetzt muss nur noch das Durchhaltevermögen und die Geduld mithalten. Da ich von Carina erahnen kann, wie viel Zeit dieses Projekt in Anspruch nimmt, wird wohl für die nächste Zeit erst einmal die Fertigstellung des Filmes Priorität haben, bis ich weitere Projekte anvisieren kann.

Memo 2: Öffentlichkeit in Deutschland schaffen!

Da ist auch das Grundsätzliche, was mein Jahr im Maison des Jeunes durchziehen wird: Kunstkurse mit den Kindern und – damit einhergehend – die Frage: was kann man machen?

    • „Recyclingbasteln“ – auf die Idee bin ich gekommen, als ich gesehen habe, wie man hier mit dem Müll verfährt: man verbrennt ihn im Garten. Warum dann nicht die Papiertüten (Plastiktüten sind hier immerhin verboten) als Bastelmaterial nutzen? Habt ihr Ideen/Anregungen?
    • Klamotten bemalen/benähen – nützlich und individuell.
    • Themenbezogenes Malen
    • Mal-/Zeichentechniken
    • Collagen: Schnipsel sammeln, Bibliothek erstellen.

Memo 3: Produktivität, Kreativität, Wachstum fördern!

Dann gibt es noch die Menschen, die sich an mich wenden, weil sie Interesse an Sprachkursen haben – geht klar! Deutsch, Englisch, Französisch – die Palette ist breit und die Motivation ist groß, zu lernen und zu lehren.

Und dann ist da natürlich noch die Musik. Mein Herzstück, das in letzter Zeit leider in Vergessenheit geraten ist. E-Gitarren sind im MJK vorhanden. Idee: Gitarrenkurs und/oder Workshop, da könnte man gut versuchen, die unterschiedlichen Musikkulturen Ruandas und Deutschlands zur Vereinigung zu bringen.

Memo 4: Musik und Tanz!

Voller positiver Energie und Motivation auf das, was nächste Woche bringt, möchte ich diesen Artikel mit einem Zitat von einem Musiker namens Dopewalka schließen, der meinen jetzigen Zustand am treffendsten beschreibt:

„…und ich fühl’ sie, die Einheit mit allem, was ist. Hier und jetzt fließ in Einklang mit allem, was ist. Und nur der, den die Liebe zeigt, ist unser Weg. Fließ in Einklang mit allem, was geht.“

2 thoughts on “Sonnenschein!

  1. Toi-toi… Du hast dir viel vorgenommen, anders kenne ich dich nicht. Din gespannt , wie du mit der Langsamkeit des afrikanischen Lebens zurecht kommst. Wie empfindest du bisher diese andere Kultur, wo sind die Unterschiede, wo Gemeinsamkeiten? Wie sind die soziale Strukturen?
    Hast du noch vor irgend welche Umfragen zu machen? Wie geht es den anderen in Ruanda?
    deine M.

    Like

    1. Mama! 🙂 Das sind aber viele Fragen auf einmal. Ich habe sie mir kopiert und versuche, im Laufe des Jahres Antworten zu finden. Aber ich denke, so einfach ist es nicht, eine andere Kultur zu “analysieren” (es gibt schließlich ganze Studiengänge für solche Themen). Ich kann hier nur über meine persönlichen Eindrücke und Erfahrungen berichten und will mich hüten, Pauschalisierungen zu machen. Noch kann ich noch nicht allzu viel über die hiesige Kultur sagen, aber was mir bisher in Hinblick auf meine Sozialisierung aufgefallen ist, ist zum Beispiel das Zeitempfinden, der Umgang mit Essen oder auch der Umgang der Menschen miteinander. Ich glaube, ich widme dem Thema lieber einen eigenen Artikel und schreibe im Laufe der nächsten Zeit darüber.
      Ich hab dich lieb, Mama und denk an dich!

      Mit Herzen, Christina

      Like

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google photo

You are commenting using your Google account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s